Herdenschutz Praxis

Nachschlagen · Stand 04.11.2026

Herdenschutz-Förderung nach Bundesland

Jedes Land regelt die Förderung selbst. Hier finden Sie Sätze, Bedingungen und die amtlichen Links für alle 16 Länder. Filtern Sie nach Ihrer Tierart und öffnen Sie die Details zu Ihrem Land.

Tierart gefördert
Maßnahme
Bedingungen

16 von 16 Ländern

Herdenschutz-Förderung nach Bundesland, Stand 04.11.2026
Herdenschutzhunde Laufende Kosten Gebiet Details
Baden-WürttembergIm Umbau bis 100 % 2.386 € je Hund und Jahr ja nur Fördergebiete 5.030.627 €
Richtlinie
Landschaftspflegerichtlinie (LPR). Gültigkeit: Neuordnung läuft, Stand offen.
Zäune
Material mit Zubehör 100 % der Nettokosten, Aufrüstung von Festzäunen 100 %, Neubau von Festzäunen 50 % der Erstellungskosten.
Herdenschutzhunde
Pauschale je zertifiziertem Hund: 1.920 €, bei Neuanträgen ab 01.08.2024 2.386 € pro Jahr.
Laufende Kosten
Neuanträge ab 01.08.2024: 1.405 € je km Mobilzaun Schafe/Ziegen, 708 € sonstige Tiere, 268 € je km Elektrofestzaun, höchstens 450 € je ha und Jahr.
Gebiet
Nur im Fördergebiet Wolfsprävention
Tierarten
Schafe, Ziegen, Gehegewild, Neuweltkameliden; Abkalbe- und Abfohlweiden; Mehraufwand bei Rindern.
Hobbyhaltung
Hobbyhaltung, Neben- und Haupterwerb mit Weideflächen im Fördergebiet.
Grenzen
Mindestens 200 € (Vereine mit Ehrenamtlichen 100 €), höchstens 30.000 € pro Jahr für Investitionen.
Antrag bei
Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt
Beratung
Vorgeschrieben bei Herdenschutzhunden, Behirtung und Lamas bei Rindern. Beratung durch die FVA.
Frist
Keine Frist in den geprüften Quellen genannt.
Ausgezahlt 2025
5.030.627 € in 472 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Vor dem Kauf bei der unteren Naturschutzbehörde nachfragen, welche Regeln aktuell gelten.

Prüfvermerk

Das Fördersystem wird neu geordnet. Die Zuständigkeit ist im April 2026 vom Umwelt- auf das Agrarministerium übergegangen. Die Angaben unten beschreiben die Regelung nach Landschaftspflegerichtlinie, wie sie DBBW und BZWW nennen. Die Förderwegweiser-Seite des Landes konnten wir nicht abrufen.

BayernGeprüft Änderung Ende 2026 bis 100 % bis 3.000 € je Hund nein nur Fördergebiete 1.747.151 €
Richtlinie
Förderrichtlinie Investition Herdenschutz Wolf (FöRIHW). Gültigkeit: tritt mit Ablauf des 31.12.2026 außer Kraft.
Zäune
Mobile Elektrozäune und elektrifizierte Festzäune bis zu 100 % der zuwendungsfähigen Aufwendungen.
Herdenschutzhunde
Bis zu 3.000 € je Hund zuzüglich Zubehör und Nebenkosten wie Eignungsprüfung und Sachkundenachweis. Laut BZWW ab 50 Mutterschafen oder -ziegen beziehungsweise vergleichbaren Großvieheinheiten.
Laufende Kosten
Keine Förderung laufender Kosten, Reparaturen oder Ersatzinvestitionen.
Gebiet
Nur in den Förderkulissen des LfU (Zäune 15 km, Hunde 60 km Radius, Ereignisgebiete 10 km)
Tierarten
Schafe, Ziegen, Kälber ggf. mit Mutterkühen, Jungrinder bis 24 Monate, Kleinrinderrassen. Bei Gehegewild, Fohlen, Ponys, Straußenvögeln, Lamas, Alpakas und Freilandschweinen nur Nachrüstung von Festzäunen.
Hobbyhaltung
Alle Halter mit Flächen in der Kulisse, auch Hobbyhaltung.
Grenzen
Mindestens 200 €. Grundsätzlich keine Obergrenze.
Antrag bei
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Zäune), Online-Antrag (Hunde)
Beratung
Beratung bei AELF, LfL und LfU.
Frist
Anträge vom 1. Januar bis 31. Oktober, vor Beginn der Maßnahme.
Ausgezahlt 2025
1.747.151 € in 179 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Die Richtlinie läuft Ende 2026 aus. Eine Anschlussregelung haben wir nicht gefunden.

Prüfvermerk

Mit Richtlinie, Ministeriums- und LfU-Seite abgeglichen.

BerlinGeprüft Änderung Ende 2026 wie Brandenburg wie Brandenburg ja nur Fördergebiete 0 €
Richtlinie
Richtlinie Brandenburg/Berlin vom 16.09.2025. Gültigkeit: bis 31.12.2027.
Zäune
Die Brandenburger Richtlinie vom 16.09.2025 gilt auch für Berlin.
Herdenschutzhunde
Bis 6.000 € brutto je zertifiziertem Hund.
Laufende Kosten
Wie Brandenburg.
Gebiet
Berliner Randbereiche außerhalb der geschlossenen Siedlungsgebiete
Tierarten
Wie Brandenburg.
Hobbyhaltung
Wie Brandenburg.
Grenzen
Wie Brandenburg.
Antrag bei
Brandenburger Landesamt LELF
Beratung
Wie Brandenburg, Beratung über das Landesamt für Umwelt Brandenburg.
Frist
Keine feste Frist in der Richtlinie gefunden.
Ausgezahlt 2025
0 € in 0 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Bis zu 100 % für Nachrüstung, Hunde und Untergrabschutz sind laut Richtlinie bis 31.12.2026 begrenzt.

Prüfvermerk

Mit der gemeinsamen Richtlinie Brandenburg/Berlin abgeglichen.

BrandenburgGeprüft Änderung Ende 2026 bis 100 % bis 6.000 € je Hund ja landesweit 96.056 €
Richtlinie
Richtlinie Präventionsmaßnahmen und laufende Betriebsausgaben vom 16.09.2025. Gültigkeit: bis 31.12.2027.
Zäune
Bis zu 100 % für Zäune über die allgemeinen Sicherungspflichten hinaus. Bis zu 80 %, wenn ein Festzaun nicht aufgerüstet werden kann und neu gebaut werden muss.
Herdenschutzhunde
Bis zu 100 %, begrenzt auf 6.000 € brutto je zertifiziertem Herdenschutzhund. Nur anerkannte Rassen und Prüfungen.
Laufende Kosten
Bis 1.405 € je km Mobilzaun Schafe/Ziegen, 708 € sonstige Tiere, 268 € je km Festzaun, 2.386 € je Hund, höchstens 450 € je ha und Jahr. Setzt voraus, dass die Weidehaltung aus Umweltgründen erforderlich ist.
Gebiet
Landesweit
Tierarten
Schafe, Ziegen; Rinder, Hauspferde und Hausesel bis 1 Jahr; Damwild, Lamas, Alpakas.
Hobbyhaltung
Hobbyhaltung nur, wenn die Beweidung der Landschaftspflege, tiergenetischen Ressourcen oder dem Hochwasser- und Küstenschutz dient.
Grenzen
Mindestens 500 €, höchstens 30.000 € pro Jahr.
Antrag bei
Landesamt LELF
Beratung
Dem Antrag liegt ein Bestätigungsvermerk der amtlichen Wolfsbeauftragten bei.
Frist
Keine feste Frist in der Richtlinie gefunden.
Ausgezahlt 2025
96.056 € in 9 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Bis zu 100 % für Nachrüstung, Hunde und Untergrabschutz sind laut Richtlinie bis 31.12.2026 begrenzt.
  • Bei Aufträgen über 2.500 € netto sind mehrere Vergleichsangebote einzuholen.

Prüfvermerk

Mit Richtlinie und Ministeriumsseite abgeglichen.

BremenGeprüft bis 100 % nicht gefördert nein landesweit 44.851 €
Richtlinie
GAK-Richtlinie Förderbereich 4J. Gültigkeit: bis 31.12.2027.
Zäune
Bis zu 100 % für Zäune über die allgemeinen Sicherungspflichten hinaus, Nachrüstung, Untergrabschutz und Nachtpferche.
Herdenschutzhunde
Hunde stehen nicht im Maßnahmenkatalog der Richtlinie, die DBBW nennt für 2025 ebenfalls keine Förderung.
Laufende Kosten
Laufende Betriebsausgaben sind laut Richtlinie ausdrücklich nicht förderfähig.
Gebiet
Landesweit
Tierarten
Schafe, Ziegen; Rinder, Hauspferde und Hausesel bis 1 Jahr; Damwild, Lamas, Alpakas.
Hobbyhaltung
Die DBBW nennt alle Tierhalter. Die Richtlinie nennt Betriebsinhaber, Landwirte und andere Landbewirtschafter, Letztere mit Zweckbindung etwa zur Landschaftspflege. Bitte vorab klären.
Grenzen
Mindestens 200 €, höchstens 30.000 € pro Jahr.
Antrag bei
Naturschutzbehörde bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft
Beratung
Die zuständige Behörde muss Notwendigkeit und Angemessenheit bestätigen. Ehrenamtliche Wolfsberatung.
Frist
Keine Frist genannt, Vorhaben darf noch nicht begonnen sein.
Ausgezahlt 2025
44.851 € in 2 Fällen (DBBW)

Prüfvermerk

Mit Richtlinie und Seite der Umweltbehörde abgeglichen.

HamburgGeprüft Änderung Ende 2026 bis 80 % bis 80 % nein landesweit 0 €
Richtlinie
Richtlinie Herdenschutz vom Februar 2024. Gültigkeit: keine Bewilligungen nach 31.12.2026.
Zäune
Bis zu 80 % der förderfähigen Ausgaben für Zäune, Nachrüstung, Ausrüstung, Untergrabschutz und Nachtpferche.
Herdenschutzhunde
Anschaffung, Qualifikation und Ausbildung förderfähig. Nur zusammen mit einem wolfsabweisenden Zaun, individuelle Beratung nötig.
Laufende Kosten
Die Richtlinie gilt für Investitionen.
Gebiet
Landesweit
Tierarten
Schafe, Ziegen; Rinder, Hauspferde und Hausesel bis 1 Jahr; Damwild, Lamas, Alpakas.
Hobbyhaltung
Betriebsinhaber der landwirtschaftlichen Primärproduktion, Landwirte, Landbewirtschafter.
Grenzen
Ab 300 €, höchstens 30.000 € pro Jahr.
Antrag bei
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Beratung
Erst Kontakt über [email protected], dann Antrag.
Frist
Anträge laufend.
Ausgezahlt 2025
0 € in 0 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Nach Ablauf des 31.12.2026 können auf dieser Grundlage keine Bewilligungen mehr ausgesprochen werden.

Prüfvermerk

Mit Richtlinie, Merkblatt und Behördenseite abgeglichen.

HessenGeprüft bis 85 % bis 85 % ja landesweit 919.488 €
Richtlinie
Richtlinie Weidetierschutz, in Kraft seit 23.01.2025. Gültigkeit: kein Enddatum in der Richtlinie gefunden.
Zäune
Bis zu 85 % der Nettoausgaben für Schutz über den Grundschutz hinaus. Der Grundschutz selbst läuft laut DBBW über „HALM Sichere Schaf- und Ziegenbeweidung“.
Herdenschutzhunde
Anschaffung bis 85 % bei mindestens zwei Hunden, dazu 1.920 € je Hund und Jahr als laufende Betriebsausgabe.
Laufende Kosten
1.230 € je km Mobilzaun Schafe/Ziegen (alternativ Pauschale 760 €), 620 € sonstige Tiere, 235 € je km Festzaun, höchstens 450 € je ha und Jahr.
Gebiet
Schafe, Ziegen, Gatterwild landesweit; weitere Arten nur in Ereignisgebieten
Tierarten
Schafe, Ziegen, Gatterwild; Rinder, Pferde, Esel bis 1 Jahr oder bis 112 cm Widerrist; Lamas, Alpakas.
Hobbyhaltung
Laut DBBW auch Hobbyhaltung.
Grenzen
Mindestens 200 €, höchstens 30.000 € pro Jahr.
Antrag bei
Landrat des Kreises, Abwicklung mit der WIBank
Beratung
Technik: Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Förderung: Fachdienste der Landkreise.
Frist
Investitionen ohne Frist. Laufende Betriebsausgaben bis 01.10.
Ausgezahlt 2025
919.488 € in 674 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Reichen die Mittel nicht, gilt die Reihenfolge des Eingangs vollständiger Anträge.

Prüfvermerk

Mit Richtlinie und WIBank-Seite abgeglichen.

Mecklenburg-VorpommernGeprüft bis 100 % bis 100 % ja landesweit 1.199.297 €
Richtlinie
Förderrichtlinie Wolf (FöRLWolf M-V). Gültigkeit: bis 31.12.2029.
Zäune
Bis zu 100 % der Ausgaben über den Grundschutz hinaus oder alternativ bis zu 80 % der Gesamtausgaben einschließlich Grundschutz.
Herdenschutzhunde
Bis zu 100 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Anschaffung und Ausbildung.
Laufende Kosten
Zusätzliche laufende Betriebsausgaben nach eigener Richtlinie vom 01.09.2021.
Gebiet
Landesweit
Tierarten
Schafe, Ziegen, Gatterwild, Lamas, Alpakas; Rinder, Pferde und Esel je nach Fall (z. B. Abkalbebereiche).
Hobbyhaltung
Grundsätzlich auch für Hobbyhaltung.
Grenzen
Höchstens 30.000 € pro Jahr.
Antrag bei
Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt, in Großschutzgebieten Nationalpark- oder Biosphärenreservatsamt
Beratung
Vor der Antragstellung soll eine Ortsbesichtigung mit Beratung stattfinden. Die Beratung ist kostenlos.
Frist
Schriftlich vor Beginn der Maßnahme.
Ausgezahlt 2025
1.199.297 € in 88 Fällen (DBBW)

Prüfvermerk

Mit Richtlinie und Landesseite abgeglichen.

NiedersachsenGeprüft bis 100 % bis 100 % ja landesweit 4.267.675 €
Richtlinie
Richtlinie Wolf vom 10.01.2025, Richtlinie SchaNa. Gültigkeit: Enddatum nicht geprüft.
Zäune
Bis zu 100 % nach amtlich bestätigtem Übergriff, bei Schaf- und Ziegenhaltung bis 10 Tiere und bei Gatterwild. 80 % unter anderem bei Deichschäferei, Betriebsneugründung und erheblicher Erweiterung. Mindesthöhe 105 cm.
Herdenschutzhunde
Bis zu 100 % der Anschaffung, nur Hunde aus bewährten Arbeitslinien mit nachgewiesener Tauglichkeit.
Laufende Kosten
Richtlinie SchaNa ab 11 Tieren: 260 € je ha und Jahr, 325 € auf Deichen.
Gebiet
Schafe, Ziegen, Gehegewild landesweit; Rinder und Pferde in Förderkulissen oder nach Übergriff
Tierarten
Schafe und Ziegen in der Regel nur bis 10 Tiere, darüber im Ausnahmefall. Gehegewild; Rinder und Pferde in Kulissen.
Hobbyhaltung
Auch nichtgewerbliche Kleinst- und Hobbyhaltung.
Grenzen
Mindestens 200 €, höchstens 30.000 € pro Jahr.
Antrag bei
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Beratung
Beratung über die Landwirtschaftskammer.
Frist
Richtlinie Wolf ohne Frist in den geprüften Quellen. SchaNa 2026: Anträge 15.01. bis 28.02.2026.
Ausgezahlt 2025
4.267.675 € in 647 Fällen (DBBW)

Prüfvermerk

Mit den Seiten der Landwirtschaftskammer abgeglichen.

Nordrhein-WestfalenGeprüft Änderung Ende 2026 100 % 100 % nein landesweit 793.641 €
Richtlinie
Förderrichtlinien Wolf vom 10.06.2024 in der Fassung von 2025. Gültigkeit: Enddatum nicht geprüft.
Zäune
100 % für Optimierung und Neuanschaffung von Schutzzäunen mit Zubehör bis zum wolfsabweisenden Grundschutz.
Herdenschutzhunde
100 % für Anschaffung und Ausbildung geeigneter Hunde.
Laufende Kosten
DBBW nennt keinen Ausgleich für Mehraufwand.
Gebiet
Landesweit
Tierarten
Schafe, Ziegen, Gehegewild. Pferde nur im Streifgebiet Westmünsterland, zunächst befristet bis 31.12.2026.
Hobbyhaltung
Die DBBW nennt auch Hobbyhaltung, die Kammerseite spricht von Haupt- oder Nebenerwerb. Bitte vorab klären.
Grenzen
Mindestens 200 €. Keine De-minimis-Obergrenze.
Antrag bei
Kreisstelle der Landwirtschaftskammer NRW
Beratung
Antrag nur mit gültiger fachlicher Stellungnahme der Herdenschutzberatung.
Frist
Vor Beginn der Maßnahme, also vor Auftrag oder Anschaffung.
Ausgezahlt 2025
793.641 € in 155 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Die Pferde-Regelung im Westmünsterland ist zunächst bis 31.12.2026 befristet.

Prüfvermerk

Mit der Seite der Landwirtschaftskammer abgeglichen. Den Richtlinientext auf recht.nrw.de konnten wir nicht abrufen.

Rheinland-PfalzGeprüft bis 100 % 1.920 € je Hund und Jahr ja nur Fördergebiete 57.545 €
Richtlinie
VV Förderrichtlinie Herdenschutz vom 19.02.2024. Gültigkeit: bis 31.12.2027.
Zäune
Netze ab 90 cm bis 80 %, Netze von 105 bis 122 cm bis 100 %. Mobile Litzenzäune ab 120 cm bis 100 %, stationäre Litzenzäune bis 80 %.
Herdenschutzhunde
Keine Förderung der Anschaffung. Mehraufwand 1.920 € je zertifiziertem Hund und Jahr.
Laufende Kosten
1.230 € je km Mobilzaun Schafe/Ziegen, 620 € sonstige Tiere, 235 € je km Festzaun, höchstens 450 € je ha und Jahr.
Gebiet
Nur in Präventionsgebieten oder bei naturschutzorientierter Beweidung
Tierarten
Schafe, Ziegen, Gehegewild, Lamas, Alpakas; Rinder, Hauspferde und Hausesel bis 1 Jahr.
Hobbyhaltung
Laut DBBW alle Tierhalter, auch Hobbyhaltung.
Grenzen
Mindestens 200 €, höchstens 30.000 € pro Jahr.
Antrag bei
Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO)
Beratung
Beratung durch das KLUWO. Die Bewilligungsbehörde bestätigt die Notwendigkeit.
Frist
Investitionen bis 15. Juni, laufende Ausgaben bis 30. September.
Ausgezahlt 2025
57.545 € in 200 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Investitionen erst nach Bewilligung tätigen, Vergleichsangebote vorlegen.

Prüfvermerk

Mit Richtlinie und KLUWO-Seite abgeglichen.

SaarlandEingeschränkt geprüft 80 bis 100 % nur laufende Kosten ja landesweit 23.103 €
Richtlinie
Förderrichtlinie Wolf vom 21.10.2024. Gültigkeit: nicht geprüft.
Zäune
80 bis 100 % der förderfähigen Ausgaben für wolfsabweisende Zäune mit Zubehör.
Herdenschutzhunde
Keine Anschaffung genannt. Betriebsausgaben nach GAK-Rahmenplan, abhängig von Herdengröße und Fläche, höchstens 6 Hunde je Betrieb.
Laufende Kosten
Laufende Betriebsausgaben für Zäune und Hunde.
Gebiet
Landesweit, zusätzliche Möglichkeiten in Hotspot-Gebieten
Tierarten
Schafe, Ziegen, Damtiere, Lamas, Alpakas. Fohlen, Eselfohlen und Kälber bis 1 Jahr in Hotspots.
Hobbyhaltung
Laut DBBW Neben- und Haupterwerb sowie Projekte naturschutzorientierter Beweidung.
Grenzen
Mindestens 300 €, höchstens 30.000 € pro Jahr.
Antrag bei
Umweltministerium MUKMAV
Beratung
Beratung durch die Landwirtschaftskammer Saarland.
Frist
Nicht geprüft.
Ausgezahlt 2025
23.103 € in 36 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Fördersatz, Frist und Laufzeit bitte direkt beim Ministerium bestätigen lassen.

Prüfvermerk

Den Richtlinientext konnten wir nicht direkt lesen, weil saarland.de automatische Abrufe sperrt. Die Angaben stammen aus DBBW-Bericht und BZWW, nicht aus der Richtlinie selbst.

SachsenGeprüft 100 % 100 % teilweise landesweit 729.600 €
Richtlinie
Förderrichtlinie Natürliches Erbe, Teil E.1. Gültigkeit: zuletzt geändert am 26.06.2026.
Zäune
100 % der förderfähigen Ausgaben, gefördert wird der Mindestschutz. Darüber hinausgehende Ausstattung zahlt der Betrieb selbst.
Herdenschutzhunde
100 % der förderfähigen Anschaffungskosten.
Laufende Kosten
Kein Zaunausgleich, aber bis 55 € je Tier nach FRL SZH/2021 für Schaf- und Ziegenhalter ab 37 Tieren.
Gebiet
Landesweit
Tierarten
Schafe, Ziegen, Gehegewild. Rinder und Pferde nur im Einzelfall nach Schäden möglich, laut DBBW für Rinder derzeit nicht gefördert.
Hobbyhaltung
Hobbyhaltung, Neben- und Haupterwerb.
Grenzen
Keine Bagatellgrenze, keine De-minimis-Obergrenze.
Antrag bei
Landesamt LfULG, Referat 33
Beratung
Kostenlose Beratung durch den Herdenschutzberater der Fachstelle Wolf.
Frist
Vor der Anschaffung, mit mindestens einem Kostenangebot.
Ausgezahlt 2025
729.600 € in 472 Fällen (DBBW)

Prüfvermerk

Mit Richtlinie, Fachstelle Wolf und Förderportal abgeglichen.

Sachsen-AnhaltGeprüft Änderung Ende 2026 80 % 2.386 € je Hund und Jahr ja landesweit 969.899 €
Richtlinie
Richtlinien Herdenschutz Investitionen und Betriebsausgaben (2024). Gültigkeit: laut DBBW bis 31.12.2026.
Zäune
80 % für mobile Elektrozäune, 100 % für Untergrabschutz, Nachrüstung und Zubehör, bis 60 % für Mäh- und Wickeltechnik (höchstens 5.000 € je Gerät).
Herdenschutzhunde
2.386 € je Hund als laufende Betriebsausgabe. Eine Förderung der Anschaffung konnten wir im aktuellen Merkblatt nicht bestätigen.
Laufende Kosten
1.405 € je km Mobilzaun Schafe/Ziegen, 708 € sonstige Tiere, 268 € je km Festzaun, höchstens 450 € je ha.
Gebiet
Landesweit, Rinder und Pferde nur mit Stellungnahme des WZI
Tierarten
Schafe, Ziegen, Damtiere, Lamas, Alpakas; Rinder, Hauspferde und Hausesel bis 1 Jahr.
Hobbyhaltung
Außerlandwirtschaftliche Halter nur, wenn die Haltung Landschaftspflege, tiergenetischen Ressourcen oder dem Hochwasser- und Küstenschutz dient.
Grenzen
Mindestens 500 €, höchstens 30.000 € pro Jahr.
Antrag bei
Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Anhalt
Beratung
Wolfskompetenzzentrum Iden, bei Rindern und Pferden ist eine Stellungnahme Pflicht.
Frist
Bis 15. Mai des laufenden Jahres.
Ausgezahlt 2025
969.899 € in 233 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Beide Richtlinien treten laut DBBW am 31.12.2026 außer Kraft. Eine Nachfolgeregelung haben wir nicht gefunden.

Prüfvermerk

Mit ALFF-Seite und Merkblatt abgeglichen.

Schleswig-HolsteinGeprüft 100 % 100 % nein nur Fördergebiete 1.206.813 €
Richtlinie
Wolfsrichtlinie vom 15.05.2025. Gültigkeit: Enddatum nicht geprüft.
Zäune
100 % der Anschaffungskosten, berechnet als Pauschale nach Flächenbedarf der Mutterschafe und Böcke.
Herdenschutzhunde
Bei entsprechender Eignung 100 % der tatsächlichen Anschaffungskosten.
Laufende Kosten
Auf- und Abbau, Zaununterhaltung, Futter und Tierarzt werden nicht gefördert.
Gebiet
Nur in Wolfspräventionsgebieten: Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Pinneberg, Steinburg, Dithmarschen
Tierarten
Schafe und Ziegen. Rinder und Pferde nur im Einzelfall, etwa Kleinrassen.
Hobbyhaltung
Natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts.
Grenzen
Im Rahmen der Haushaltsmittel, keine feste Untergrenze.
Antrag bei
Umweltministerium MEKUN, Online-Antrag im Serviceportal
Beratung
Im Verfahren berät das Wolfsmanagement des Landes. Bewilligung nur nach Beratung.
Frist
Vor der Beschaffung, keine Stichtage genannt.
Ausgezahlt 2025
1.206.813 € in 46 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Nach Bewilligung bleiben vier Wochen, um die Maßnahme umzusetzen.
  • Notfallsets werden nach Übergriffen im ganzen Land bereitgestellt.

Prüfvermerk

Mit Landesseite und FAQ abgeglichen.

ThüringenEingeschränkt geprüft 40 oder 100 % 100 % ja landesweit 71.052 €
Richtlinie
Richtlinie Wolf/Luchs. Gültigkeit: nicht geprüft.
Zäune
40 % für den Grundschutz (90 cm), 100 % für den Optimalschutz (120 cm).
Herdenschutzhunde
100 % der Anschaffung, laufend bis 2.386 € je Hund und Jahr.
Laufende Kosten
Bis 2.386 € je Hund und bis 1.405 € je Zaunkilometer und Jahr. Bei Schafen und Ziegen nur, wenn die Weidehaltung aus Umweltgründen erforderlich ist.
Gebiet
Landesweit außer beplanten Stadtgebieten von Erfurt, Jena und Gera
Tierarten
Schafe, Ziegen, Gehegewild, sonstige Nutztiere bis 112 cm Widerrist. Pferde und Rinder im Einzelfall nach festgestelltem Übergriff. Keine Kleintiere wie Geflügel oder Kaninchen.
Hobbyhaltung
Betriebsinhaber und sonstige Tierhalter.
Grenzen
Mindestens 200 €. Keine Obergrenze für gewerbliche Halter.
Antrag bei
Landesamt TLUBN
Beratung
Kompetenzzentrum Wolf, Biber und Luchs.
Frist
Nicht geprüft.
Ausgezahlt 2025
71.052 € in 59 Fällen (DBBW)

Besonders beachten

  • Fördersätze und Fristen bitte direkt beim TLUBN bestätigen lassen.

Prüfvermerk

Die Landesseiten sind für automatische Abrufe durch eine CAPTCHA-Sperre geschlossen. Die Angaben stammen aus DBBW-Bericht und BZWW, nicht aus der Richtlinie selbst. Die DBBW weist auf eine geänderte Fassung ab 01.01.2025 hin.

Wie Sie die Tabelle lesen

Zäune
Höchster genannter Satz. Oft gilt er nur für bestimmte Zäune, die Details nennen die Abstufungen.
Ausgezahlt 2025
Im Kalenderjahr 2025 ausgezahlte Präventionsmittel laut DBBW. Darin können Fälle aus dem Vorjahr stecken.
Änderung absehbar
Eine Richtlinie, ein Fördersatz oder eine Sonderregel endet Ende 2026, oder das Land baut das System um.
Geprüft
Wir haben eine Landesquelle selbst gelesen und mit DBBW und BZWW verglichen. Geprüft heißt nicht, dass die Regel für Ihren Fall gilt.

Nicht in der Tabelle steht der Schadensausgleich nach einem Riss. Wie der Antrag abläuft, lesen Sie im Beitrag Wie stellt man einen Antrag auf Förderung für Herdenschutz?

Quellen

  1. Wolfsverursachte Schäden, Präventions- und Ausgleichszahlungen in Deutschland 2025 (Juli 2026), DBBW
  2. Wolfsmanagement in den Bundesländern (Stand August/September 2026), Bundeszentrum Weidetiere und Wolf

Landesquellen